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Fluglärmforum Süd Plattform der Verbände der Gemeindepräsidenten in den Bezirken Uster, Meilen sowie von Teilen des Bezirks Pfäffikon Fällanden, 20. Juni 2002 Fluglärmforum Süd-Gemeinden lehnen alle vier Varianten ab:
Variante Grün vertiefen und bis auf weiteres mit Status Quo fliegen Die Gemeinden des Fluglärmforums Süd lehnen alle vier Varianten des Runden Tischs ab. Dies betrifft insbesondere auch die überarbeitete Variante BV2, welche nochmals eine deutliche Verschlechterung für den dichtbesiedelten Süden des Flughafens bringen würde. Die Südgemeinden und die Stadt Zürich halten daran fest, dass die Lärmkanalisierung mit der Variante Grün (Parallelpiste) bezüglich Sicherheit und Zahl der neu betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern ein gangbarer Weg wäre. Die Ablehnung des Staatsvertrags wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. „Jetzt kann bis auf weiteres mit dem bisherigen Regime geflogen werden. Vielleicht sieht dann die vernünftigste aller Lösungen so aus, wie heute geflogen wird“, erklärt Kantonsrat Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd. „Die Oktober-Anpassung des geltenden Betriebsreglements zulasten des Südens dürfte damit faktisch vom Tisch sein.“ Die Ablehnung des Staatsvertrags durch den Nationalrat wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Auch wenn Deutschland mit einer Verordnung seinen Forderungen Nachdruck verleiht, ist der Flughafen aufgrund der aktuellen Flugbewegungszahlen in der Lage, auf der Basis des bewährten geltenden Betriebskonzepts den Flugbetrieb wirtschaftlich vertretbar und sicher abzuwickeln. Mit den neu vorgeschlagenen Varianten wolle der Flughafen ausschliesslich seine Kapazität erhöhen. „Hier macht die Flughafenbevölkerung definitiv nicht mehr mit“, erklärt Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd. Denn ein wichtiger gemeinsamer Nenner des Runden Tischs sei die Plafonierung der Flugbewegungen auf dem Niveau des Jahres 2000 / 2001 (320'000 Bewegungen). Entsprechend habe der Runde Tisch an seiner letzten Sitzung dem Wunsch nach Plafonierung mit seinen Entscheiden nochmals Nachdruck verschafft. „Über den Plafonierungswunsch der ganzen Bevölkerung darf sich die Regierung nicht arrogant hinwegsetzen“, moniert Richard Hirt.