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Fluglärmforum Süd Plattform der Verbände der Gemeindepräsidenten in den Bezirken Uster, Meilen sowie von Teilen des Bezirks Pfäffikon Fällanden, 5. Juni 2002 „Marschhalt oder die Lage in der Bevölkerung eskaliert“:
Gemeinden dürfen sich nicht überrumpeln lassen Das Fluglärmforum Süd bezeichnet den laufenden Vernehmlassungsprozess des Regierungsrats zu vier wesentlich verschlechterten Betriebsvarianten als Alibiübung des Regierungsrats. Die Betriebsvarianten decken offensichtlich wesentlich mehr Einwohnerinnen und Einwohner mit zusätzlichem Fluglärm ein als je im Worst Case für den Süden berechnet. Dennoch werden sie vom Regierungsrat allen Gemeinden als vermeintliche Lösung präsentiert. Stossend am ganzen Verfahren sei, dass die meisten Gemeinden in der anberaumten kurzen Zeit gar nicht in der Lage seien, eine Diskussion im Gemeinderat oder in der Bevölkerung zu führen. Das Fluglärmforum Süd empfiehlt daher allen Gemeinden Protest einzulegen und der Regierung mit einem Nein zu allen vier Varianten keine Blanko-Vollmacht zu erteilen. Wir fordern einen Marschhalt oder die Lage wird auf Stufe Bevölkerung diesen Sommer eskalieren“ protestiert Kantonsrat Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich lädt die Gemeinden des Runden Tischs und alle anderen Zürcher Gemeinden mit Schreiben vom 3. Juni 2003 zur Stellungnahme über die im SIL-Prozess verbliebenen vier Varianten eines möglichen Betriebsreglements für den Flughafen Zürich ein. Dem Schreiben ist ein Fragebogen in Multiple-Choice-Manier beigelegt. Die vier Varianten liegen als Übersichtsplan bei. „Auf dieser Basis lässt sich keine vernünftige Politik machen.“ „Das laufende Vernehmlassungsverfahren bringt zum Ausdruck, dass die Regierung in diesem schwierigen Prozess nicht in der Lage ist zu führen. Die Glaubwürdigkeitsfrage muss daher zur Recht gestellt werden“, erklärt Kantonsrat Richard Hirt. In den vorliegenden vier Varianten fehlen folgende wesentliche Beurteilungskriterien: · Ist eine Fluglärmverteilung „gerecht“, wenn mit jeder der vier sogenannten technisch optimierten Varianten sowohl im Norden, im Osten als auch im Süden mehr Einwohnerinnen und Einwohner mit Lärm belastet werden als mit den bisher diskutierten Varianten und im Status quo?