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Fluglärmforum Süd
Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich


Zürich, 15. Dezember 2009



Fluglärmforum Süd nicht überrascht vom Uvek-SIL-Variantenentscheid:

Ohne rechtsverbindliche Garantien keine Südstarts, auch nicht in Ausnahmesituationen

Das Fluglärmforum Süd ist über den Uvek-Entscheid, die bisherigen drei Betriebsvarianten als Basis für das SIL-Objektblatt zu verwenden, nicht überrascht. Weiterhin kritisch beurteilt die Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens die Südabflüge geradeaus. Hier verlangt die Behördenorganisation im dicht besiedelten Süden des Flughafens rechtsverbindliche Garantien, damit der Süden nicht schleichend auch noch zum Startkorridor mutiert. Die Südanflüge, dies macht das Fluglärmforum Süd klar, müssen weg. Das SIL-Objektblatt zeigt, dass dies möglich ist, wenn Deutschland die Tatsachen bezüglich effektiver Lärmbelastung begriffen hat.

Der politische Druck des Südens, so Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd, habe dazu geführt, dass der Flughafen die Südabflüge geradeaus ausschliesslich zur Betriebsstabilisierung bei Nebel- und Bisenlagen benutzen soll und dies in einem Umfang von rund 1000 Flügen pro Jahr. Ursprünglich war beabsichtigt, den Süden auch für Kapazitätserweiterungen als Abflugsroute zu öffnen. Diesem Begehren hat das Uvek klar keine Folge geleistet. „Das Misstrauen bleibt“, erklärt Richard Hirt. Entsprechend verlangt das Fluglärmforum Süd die Festschreibung einer Obergrenze im Bereich von maximal 1000 Flügen pro Jahr und die rechtsverbindliche Garantie im Objektblatt, dass der Süden geradeaus auch mittel- und langfristig nicht als Abflugkorridor genutzt werden darf.

„Die drei SIL-Varianten sind ein verbindlicher Auftrag an den Bundesrat und das Bundesamt für Zivilluftfahrt, mit Deutschland eine Lösung zu finden, welche Südanflüge überflüssig macht. Die deutsche Bundesregierung dürfte sehr wohl in der Lage sein, lokale Interessen, welche mit lokal motivierten Studien gestützt werden, von der Not- wendigkeit eines stabilen Verhältnisses zwischen der Schweiz und Deutschland zu un- terscheiden“, bemerkt Richard Hirt bezüglich der jüngsten Avance des Waldshuter Landrats Tilman Bollacher.


Über das Fluglärmforum Süd

Das Fluglärmforum Süd ist die Plattform von 35 Gemeinden und Städten im Süden des
Flughafens Zürich. Es vertritt über 300'000 Menschen in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Zug, die alle von den illegalen Südanflügen betroffen sind. Mit der Stadt Zürich ist der Süden des Flughafens eines der dichtest besiedelten Gebiete in der Schweiz.

Das Fluglärmforum Süd setzt sich zum Ziel, mit allen politischen und rechtlichen Mitteln die widerrechtlichen und volkswirtschaftlich schädlichen Südanflüge zu stoppen.