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Fluglärmforum Süd
Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich

Fällanden, 14. Januar 2008

Politisch unsensibles Vorhaben | Konsultative Konferenz doch nur Feigenblatt?:
Nachtflugverbot darf nicht durchlöchert werden


Das Fluglärmforum warnt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) davor, das Nachtflugverbot zu durchlöchern. Verständnis hat die Plattform der Städte und Gemeinden im Süden des Flughafens gezeigt, als ein gelockertes Nachtflugverbot während den Tagen der bevorstehenden Fussball- Europameisterschaft angekündigt worden war. Dies insbesondere auch wegen der einleuchtenden Argumentation, dass ausländische Fan-Gruppen möglichst schnell wieder in ihre angestammten Gebiete geflogen werden können, um unnötiges Gewaltpotential zu verhindern.
Ist Konsultative Konferenz doch nur Feigenblatt?
Auf völliges Unverständnis stösst jedoch das Vorhaben, diese Ausnahmeordnung definitiv einzuführen. Das ist politisch unsensibel vor dem Hintergrund der verfahrenen Flughafen-Situation. Als ebenso unsensibel beurteilt das Fluglärmforum Süd die Tatsache, dass laut Medienberichten die zuständige Zürcher Volkswirtschaftsdirektion in einer Vernehmlassung ihr grundsätzliches Einverständnis abgegeben hat. "Genau solche politisch brisanten Themen müsste die Konsultative Konferenz diskutieren. Oder ist diese Runde doch nur ein Feigenblatt des Regierungsrats?" kommentiert Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd.
Standortvorteil Nachtflugverbot
Das Nachtflugverbot ist ein Standortvorteil. Nicht ein Standortnachteil. Denn mit dem geltenden Nachtflugverbot werden alle Regionen um den Flughafen nicht zusätzlich an den Randstunden mit Fluglärm eingedeckt. Dies stärkt die politische Tragkraft für den Flughafen. Dies fördert die Qualität am Lebens- und Wirtschaftsstandort Zürich. Es ist in keiner Art und Weise wirtschaftsfeindlich, wenn die Bevölkerung die Beibehaltung eines strikten Nachtflugverbots fordert. Denn Flüge an Randstunden, insbesondere auch mit privaten Jets, können anders organisiert werden, wenn der politische Wille dies verlangt, ohne dass die Schweiz risikiert, bedeutende Anlässe mit internationaler Beteiligung zu verlieren.

Das Fluglärmforum Süd ist die Plattform von 35 Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich. Es vertritt über 300'000 Menschen in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Zug, welche alle von den illegalen Südanflügen betroffen sind. Mit der Stadt Zürich ist der Süden des Flughafens eines der dichtest besiedelten Gebiete in der Schweiz. Das Fluglärmforum Süd setzt sich zum Ziel, mit allen politischen und rechtlichen Mitteln die widerrechtlichen und volkswirtschaftlich schädlichen Südanflüge zu stoppen. Es for- dert die schnellstmögliche Einführung des Gekröpften Nordanflugs, der vom Bundesamt für Zivilluftfahrt als technisch machbar erklärt worden ist und weit weniger Menschen neu mit Fluglärm belastet als in allen Regionen rund um den Flughafen.