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Fluglärmforum Süd
Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich

Fällanden, 15. Dezember 2005
BAZL gibt grundsätzlich grünes Licht zum Gekröpften Nordanflug:
Ende der Südanflüge in Sicht
Lichtblick für die Bewohnerinnen und Bewohner im Süden des Flughafens
Zürich: Der Gekröpfte Nordanflug ist laut Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) „zwar anspruchsvoll, aber für die Piloten zu bewältigen“. Daher erteilt das Bazl seinen Fachleuten den Auftrag, den Gekröpften Nordanflug als Bestandteil im SIL-Prozess einzubringen. „Dies ist ein Durchbruch in unserem Kampf gegen die widerrechtlichen Südanflüge“, erklärt Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd, der Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens. „Flughafen und Zürcher Regierungsrat haben es jetzt in der Hand, die vom Bazl geforderten zusätzlichen Abklärungen mit höchstem Tempo umzusetzen. Dann lässt sich verhindern, dass das Zürcher Stimmvolk dem Flughafen einen 250’000-Bewegungsdeckel verpasst.“
Am 23. November hat das Fluglärmforum Süd (vgl. www.fluglaermforum.ch) drei Forderungen für die vor Weihnachten erwartete Information des Bazl über den Stand des Gekröpften Nordanflugs aufgestellt. Zwei der drei Forderungen sind jetzt erfüllt:
• Das Bazl sieht die Sicherheit nicht beeinträchtigt, fordert jedoch den
Flughafen und Skyguide auf, eine umfassende Sicherheitsanalyse zu
erbringen. Dies ist richtig und muss sehr schnell geschehen.
• Das Bazl gibt seinen Experten den Auftrag, den Gekröpften Nordanflug
als Bestandteil im SIL-Prozess einzubringen. So deutlich war das Bazl
noch nie.
Das Bazl gibt zu erkennen, dass Beschwerden gegen den Gekröpfte Nordanflug die aufschiebende Wirkung entzogen werden könnten. Dies ist dann nicht nur juristisch, sondern auch politisch tragbar. Bund und Kanton müssen mit der vom
Gekröpften Nordanflug betroffenen Region frühzeitig das Gespräch suchen.
Dann wäre auch die dritte Forderung des Fluglärmforums Süd erfüllt.
2 Flughafen hat eigenes Schicksal in der Hand
Der Flughafen hat sein eigenes Schicksal jetzt in der Hand. Bringt er die vom Bazl verlangten zusätzlichen Abklärungen schnellstmöglich zu Ende, kann es ihm gelingen, dass der Zürcher Souverän ihm keinen Plafond von 250'000 Bewegungen auferlegt. Offensichtlich hat der Zürcher Regierungsrat grösstes Interesse, dass die Plafonierung nicht so ausfällt. Er muss jetzt im Verwaltungsrat und gegenüber Skyguide auf die Umsetzung von schnellen Massnahmen pochen, um glaubwürdig zu bleiben.
Das Fluglärmforum Süd ist die Plattform von 35 Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich. Es vertritt über 300'000 Menschen in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Zug, welche alle von den neuen Südanflügen betroffen sind. Mit der Stadt Zürich ist der Süden des Flughafens das dichtest besiedelte Gebiet der Schweiz.
Das Fluglärmforum Süd setzt sich zum Ziel, mit allen politischen und rechtlichen Mitteln die widerrechtlichen und volkswirtschaftlich schädlichen Südanflüge zu stoppen. Es fordert die schnellstmögliche Einführung des Gekröpfter Nordanflugs, der jetzt sogar vom Bundesamt für Zivilluftfahrt als technisch machbar erklärt worden ist und weit weniger Menschen neu mit Fluglärm belastet als in allen Regionen rund um den Flughafen.