zurück zur Seite Medienmitteilungen
Fluglärmforum Süd
Plattform der Verbände der Gemeindepräsidenten
in den Bezirken Uster, Meilen sowie von Teilen des Bezirks Pfäffikon
Fällanden, 14. Mai 2004
25 Beinahe-Crashs im letzten Jahr – so viele wie noch nie:

Flughafen-Südgemeinden fordern Sicherheitskonferenz Die heute bekannt gewordene Rekordzahl von ernsthaften Zwischenfällen im Schweizer Luftraum ist alarmierend. Die Flughafen-Südgemeinden- und Städte, zusammengeschlossen im Fluglärmforum Süd, fordern von Bundesrat Moritz Leuenberger eine internationale Sicherheitskonferenz mit allen für den Luftraum in und um die Schweiz Verantwortlichen. „Die Schweiz muss auch in den Sicherheitsfragen den Weg der parallelen Verhandlungen mit den Nachbarländern aufgreifen. Und wir brauchen einen bilateralen Luftsicherheitsvertrag mit Deutschland.“ An der Vierländer-Verkehrsministerkonferenz im Zürcherischen Regensberg von dieser Woche mimten Bundesrat Moritz Leuenberger und sein deutscher Amtskollege noch Heiterkeit. Das brennende Fluglärmthema war nicht Gesprächsinhalt. Einen Tag später werden Beinahe-Zusammenstösse über Zürcher Stadtgebiet bekannt. Drei Tage später vermeldet das Büro für Flugunfalluntersuchungen die Verdoppelung der Beinahe-Zusammenstösse mit höchster Risikostufe. Alle Fakten auf den Tisch Das Fluglärmforum Süd, die Plattform des dichtest besiedelten Gebiets der Schweiz im Süden des Zürcher Flughafens mit über 210'000 Einwohnern, fordert Bundesrat Moritz Leuenberger auf, eine Sicherheitskonferenz einzuberufen, an der mit Deutschland, Österreich, Frankreich sowie Italien zusammen Wege zur Verbesserung der Luftraumsicherheit über der Schweiz gesucht werden. An der Konferenz sollen alle Karten und Fakten auf den Tisch gelegt werden, auch die Deblockierung des Süddeutschen Luftraums für Anflüge nach Kloten. Diese einseitigen deutschen Massnahmen erhöhen das Sicherheitsrisiko um den Flughafen zusätzlich massiv.