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Fluglärmforum Süd Plattform der Verbände der Gemeindepräsidenten in den Bezirken Uster, Meilen sowie von Teilen des Bezirks Pfäffikon Fällanden, 8. Januar 2004 Es brodelt in der Südbevölkerung – Aufruf zur Grossdemo am 31. Januar:
Flughafen-Kommunikationsflops erhöhen Misstrauen Das Fluglärmforum Süd empfiehlt seinen Mitgliedsgemeinden, die Bevölkerung für die Fluglärm-Grossdemonstration am 31. Januar zu mobilisieren. Grund für diese offensive Haltung ist das weiter steigende Misstrauen über die Rolle des Flughafens in der Frage der Südanflüge. Zwar spricht der Flughafen sich gegen Südanflüge aus, sagt Kantonsrat Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd und Gemeindepräsident von Fällanden. „Doch die jüngsten Kommunikationsflops des Flughafens erhöhen das Misstrauen in der Bevölkerung, ob es der Flughafen wirklich ernst meint oder uns nur hinhalten will. Im Süden brodelt es überall gewaltig auf allen Stufen.“ Zudem sei es unverständlich, dass der Bund ein neues Betriebsreglement verlangt, obwohl er gerade erst die Mediation eingeleitet hat, erklärt Richard Hirt. Kommunikationsflop Nummer 1: Auf den 31. Dezember 2003 musste der Flughafen Zürich ein neues Betriebsreglement einreichen, in dem die derzeitigen Südanflüge rechtlich abgesegnet werden sollen. Laut Auskunft des Flughafens wurde das Betriebsreglement tatsächlich fristgerecht in Bern eingereicht. Weder das Bundesamt für Zivilluftfahrt noch der Flughafen Zürich haben es bis heute publiziert. Formelle Verfahrensgründe können nicht der Grund für die Geheimhaltung sein. Kommunikationsflop Nummer 2: Am 6. Januar lösten die Südanflüge während des ganzen Morgens in der betroffenen Bevölkerung Verwirrung und Empörung aus. Wenigen war bekannt, dass der Dreikönigstag in Baden-Württemberg ein Feiertag ist und damit nach der Wochenendregelung geflogen wird. Entsprechend wütend riefen viele den Flughafen an. Die Hotline war dauerbesetzt. Erst auf Intervention des Fluglärmforums Süd erkannte der Flughafen, dass die Öffentlichkeit besser hätte vorab informiert werden sollen. Die nachgereichte Medieninformation des Flughafens war zu spät und hat wenig zum Vertrauensaufbau beigetragen. Kommunikationsflop Nummer 3: Über den Stand der ILS-Installation informiert der Flughafen nicht. Entsprechend wild sind die Spekulationen in der Bevölkerung im Süden. Es ist in dieser Frage sogar soweit gekommen, dass im Zürcher Kantonsrat Anfragen an die Regierung gemacht werden müssen, damit allenfalls der Zürcher Regierungsrat die entsprechenden Informationen einholen kann. Und auch zu diesem Zeitpunkt hat der Flughafen nicht von sich aus die Initiative