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Fluglärmforum Süd Plattform der Verbände der Gemeindepräsidenten in den Bezirken Uster, Meilen sowie von Teilen des Bezirks Pfäffikon Fällanden, 28. August 2002 Schutzverband der Südgemeinden präsentiert Flugsicherheitsstudie:
Status quo ist die sicherste Betriebsvariante Eine unabhängige Risikoanalyse im Auftrag des Fluglärmforums Süd zeigt, dass die vier neuen Betriebsvarianten (Oliv opt., Orange opt., BV 2 opt. und Beige) insgesamt 2,3 bis 2,7 mal unsicherer sind als das bisherige Flugregime am Flughafen Zürich. Unter den neuen Varianten schneidet Grün punkto Sicherheit am besten ab (1,3 mal unsicher als das bisherige Flugregime). Grundlagen für die Risikovergleiche sind die Absturzwahrscheinlichkeit und die Zahl der Todesopfer am Boden im Umkreis von rund 5 Kilometern rund um das bisherige Pistensystem. Damit bringen die von zusätzlichem Flugverkehr bedrohten Gemeinden des am dichtesten besiedelten Gebiets der Schweiz nach dem Rechtsgutachten über die Raumplanungsfragen eine weitere Entscheidungsgrundlagen aus eigener Initiative in die öffentliche Diskussion ein. Die am Mittwoch in Fällanden präsentierte unabhängige Risikoanalyse bringt eine wichtige – wenn nicht sogar die wichtigste – Entscheidungsgrundlage in die laufende Diskussion über das neue Flugmanagement am Flughafen Zürich ein. “Wenn ein Flugzeug abstürzt und auch Menschen am Boden sterben, trägt die Politik die zentrale Verantwortung. Dies dürfen weder Bundesrat Moritz Leuenberger noch der Regierungsrat des Kantons Zürich vergessen, wenn sie noch dieses Jahr die Weichenstellung für ein neues Betriebsreglement vornehmen“, mahnte Kantonsrat Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd und Gemeindepräsident, anlässlich der Präsentation der Risikoanalyse. Beim Landen das höchste Absturzrisiko Langfristig rechnet die Risikoanalyse mit einem Absturz alle zehn Jahre in Flughafennähe. Entscheidend für die Zahl der Opfer am Boden ist dabei, in welche Richtungen gestartet, beziehungsweise gelandet wird. Dabei geht der Gutachter in der Berechnung der Risiken von einer Absturzwahrscheinlich von 30 Prozent beim Start, 10 Prozent beim Reiseflug und 60 Prozent bei der Landung aus.