Neueste BAZL-Verlautbarung zu Südabflügen ruft erzürnte Reaktion herbei:

„Die Bevölkerung im Süden des Flughafens Zürich ist es leid, immer wieder Ankündigungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt aus den Medien zu erfahren“, kommentiert Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd, das heutige Interview mit dem BAZL-Direktor Müller. Wenn das BAZL oder Bundesrätin Doris Leuthard einen ernsthaften Plan zu kommunizieren haben, sollen sie dies auf dem ordentlichen politischen Weg tun. Einen Versuchsballon wie heute über die „NZZ am Sonntag“ steigen zu lassen, sei einer Behörde unwürdig. „Wenn es beim gewählten Vorgehen darum geht, auf irgendjemandem Druck auszuüben, hat der BAZL-Direktor die Rechnung ohne den Wirt gemacht.“ Weder der Flughafen, noch die Bevölkerung im Süden des Flughafens noch der Regierungsrat des Kantons Zürich können der Argumentation des BAZL folgen. „Druck“, so Richard Hirt, „führt immer zu Gegendruck. Insbesondere in der Flughafenthematik.“ Zur angedeuteten möglichen Einführung von Südstarts in einer Art Notrecht, weil die Sicherheit gefährdet sei, nimmt das Fluglärmforum Süd wie folgt Stellung: Wäre die Situation derart dramatisch, wie jetzt das BAZL es darzustellen versucht, hätten dieses Bundesamt oder Skyguide spätestens nach dem letzten „Zwischenfall“ im Jahr 2011 sofort handeln müssen. Massnahmen - ausser jahrelanger Überprüfungen - sind nicht getroffen worden. Sieht der BAZL-Direktor jetzt plötzlich Handlungsbedarf, käme er zu spät. Dann macht er seinen Job nicht richtig. Folglich wäre sein Rücktritt unausweichlich.