Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh an der Plenumsversammlung des Fluglärmforums Süd in Dübendorf:

„Auch der Zürcher Regierungsrat wüsste gerne, wie die Südabflug geradeaus-Route aussehen würde“

An der Jahresversammlung des Fluglärmforums Süd präsentierte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh die Flughafenpolitik der Zürcher Regierung. Lothar Ziörjen, Stadtpräsident von Dübendorf und Präsident des Fluglärmforums Süd, zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass der Regierungs-rat den geplanten Südabflügen geradeaus unverändert skeptisch gegen¬übersteht. Das Fluglärmforum Süd lehnt Südabflüge geradeaus ab.
Klartext sprach die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin bezüglich der effektiven Lärmbe-lastung im Kanton Zürich. 94,1 % der Lärmbetroffenen wohnen gemäss dem Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) 2014 im Kanton Zürich. 5,2 % wohnen im Kanton Aargau, 0,4 % im Kanton Thurgau. Noch 0,1 % der Lärmbetroffenen leben im Kanton Schaffhausen und weitere Gebiete schlagen mit 0,2 % zu Buche. Dazu zählt auch die Bevölkerung in Süddeutschland, welche nicht oder sehr geringfügig lärmbetroffen ist. Aufgrund des ZFI hat der Regierungsrat auch eine Aufteilung nach Himmelsrichtungen gemacht. Diese zeigt, dass der Süden des Flughafens mit 27 % der Betroffenen mehr Belastungen zu tragen hat als der Osten (25 %) und Norden (16 %).

Regierungsrätin Carmen Walker Späh betonte im anschliessenden Podiumsgespräch mit Lothar Ziörjen und den Gemeindepräsidenten Roland Humm (Maur) sowie Markus Ernst (Küsnacht), wie wichtig Organisationen wie das Fluglärmforum Süd für die Flug-hafenpolitik seien: „Sie stellen sicher, dass die Bevölkerung und ihre Region richtig ver¬treten sind“.

Die Volkswirtschaftsdirektorin richtete in ihrem Auftritt auch eine Spitze Richtung Bern und stellte fest, dass auch der Regierungsrat des Kantons Zürich endlich wissen möchte, wo Südstarts geradeaus nach Vorstellung des Bundesamts für Zivilluftfahrt und Skyguide genau geflogen werden sollen. Denn die Route entscheide, wie der ZFI und damit die Lärmbelastung der Bevölkerung ausfallen würde.