2018


Stabwechsel an der Spitze der Plattform der Städte und Gemeinden im Süden des Flughafens: Jürg Eberhard übernimmt das Präsidium des Fluglärmforums Süd vonLothar Ziörjen. Lothar Ziörjen, bis Ende Juni dieses Jahres Stadtpräsident von Dübendorf, übergibt nach einer Amtszeit von vier Jahren dem neuen Präsidenteneine Plattform, die über die Kantonsgrenze hinaus als Vertreterin der Interessender Exekutiven im Süden des Flughafens bekannt und anerkannt ist. „Das Fluglärmforum Süd, seine Mitglieder und auch ich als langjähriges Mitglied des Steuerungsausschusses danken Lothar Ziörjen für seinen grossen Einsatz zugunsteneiner vernünftigen Flughafenpolitik sehr. Mein Dank schliesst auch das Team der Verwaltung der Stadt Dübendorf ein, welche uns im Steuerungsausschuss stets tatkräftigunterstützt hat“, erklärt Jürg Eberhard, der neue Präsident des Fluglärmforums Süd. Der Steuerungsausschuss setzt sich nach dem Gesamterneuerungswahlen diesenSommer wie folgt zusammen: Jürg Eberhard, Gemeindepräsident Zumikon, Präsident; Roland Humm, Gemeindepräsident Maur, Vizepräsident; André Ingold, Stadtpräsident Dübendorf; Barbara Thalmann, Stadtpräsidentin Uster; Tobias Diener, Gemeindepräsident Fällanden; Sascha Ullmann, Gemeindepräsident Zollikon; Thomas Furrer, Stadtrat Rapperswil-Jona. Nach der Wahl zum kantonalen Ombudsmann scheidet Jürg Trachsel, der langjährige Vertreter des linken Seeufers, aus demSteuerungsausschuss aus. Diese Vakanz ist noch zu besetzen. Martin Kunz, bisheriger Sekretär des Fluglärmforums Süd und Stadtschreiber von Dübendorf, übergibt die Geschäftsführung an Stephan Oehen, langjähriger politischer Berater der Plattform der Gemeinden im Süden des Flughafens.


Einsprachen bis 2. Oktober 2018 möglich / Mustereinsprache für Bevölkerung zum Download unter "Dokumente" erhältlich. 

Es geht Schlag auf Schlag. Kurz vor der Sommerpause legte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) den SIL-Konzeptteil auf. Jetzt beantragt das BAZL mit dem Betriebsreglement 2017 unter anderem die Einführung von Südabflügen geradeaus bei Bisenlagen. Roland Humm, Vizepräsident des Fluglärmforums Süd, Präsident des Verbands der Gemeindepräsidenten des Bezirks Uster und Präsident der Gemeinde Maur im Südanflugkorridor wird deutlich: „Südabflüge geradeaus würden die Bevölkerung im dicht besiedelten Süden des Flughafens zusätzlich stark belasten. Deshalb lehnen wir Südstarts geradeaus vehement ab.“ Südstarts geradeaus dienen in erster Linie der Kapazitätserhöhung. Diese ist unnötig, denn seit Jahren wächst die Zahl der Flugpassiere am Flughafen stark. Die Zahl der Flugbewegungen stagniert jedoch weiterhin und entlarvt alle bisherigen Wachstumsprognosen als Wunschdenken. Die Sicherheitsargumente, welche das BAZL bei Südstarts geradeaus hervorstreicht, sind aus Sicht des Fluglärmforums Süd falsch. Im Gegenteil: Südstarts geradeaus erhöhen das Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung im dicht besiedelten Gebiet im Süden des Flughafens wesentlich. „Wir haben einen sicheren Flughafen, auch ohne Südabflüge geradeaus. Dem BAZL geht es darum, den Süden nicht nur für Anflüge, sondern jetzt auch für Abflüge zu öffnen. Eine solche Flexibilisierung würde auf dem Rücken der Bevölkerung erfolgen. Für uns ist dies absolut inakzeptabel“, erklärt Roland Humm.

 

Erneut setzt das BAZL in einem Verfahren die Frist so kurz an, dass sowohl Milizbehörden wie auch die betroffene Bevölkerung unter Zugzwang kommen. „Wieder ein Verfahren mit einer Frist von nur knapp vier Wochen zu starten, während andere notwendigen Anpassungen zugunsten der Bevölkerung über Jahre liegen bleiben, erachten wir als unzulässig“, kritisiert Roland Humm weiter. Das Fluglärmforum Süd empfiehlt seinen Mitgliedern – den Städten und Gemeinden im Süden des Flughafens – Einsprache gegen das Betriebsreglement 2017 zu machen, um insbesondere die Südabflüge geradeaus zu verhindern. Gleiches gilt für die betroffene Bevölkerung im Süden des Flughafens. Eine Musterdokument steht auf der Webseite des Fluglärmforums Süd (www.fluglaermforum.ch) zum Download bereit.


Mitwirkungsverfahren bis 4. September 2018 / Musterstellungnahme für die Bevölkerung zum Download in Kurz- und Langversion unter „Dokumente“ hier erhältlich

In der laufenden Revision des Konzeptteils des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt fordert das Fluglärmforum Süd die Neuauflage mit massgeblichen Korrekturen. Einerseits bemängeln die Städte und Gemeinden im Süden des Flughafens eine fehlende rechtsstaatliche Legitimation in wesentlichen Punkten. Andererseits kritisieren sie, dass laut Bund in Interessensabwägungen die Nachfrageorientierung immer stärker gewichtet werden solle als der Schutz der Bevölkerung und der Umwelt. Auch dieses Mitwirkungsverfahren hat das BAZL erneut auf die Sommermonate Juli und August gelegt. Das Fluglärmforum Süd verlangt, dass solche Verfahren in Zukunft länger dauern, um der Bevölkerung und den Städten sowie Gemeinden eine echte Mitwirkung zu ermöglichen. 

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat kurz vor der Sommerpause einen neuen Vorschlag zum Konzeptteil des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) aufgelegt und eine sogenannte „Mitwirkung“ gestartet, welche es den Behörden und der Bevölkerung möglich machen soll, sich zu den Inhalten dieser Revision zu äussern. Die Eingabefrist hat das BAZL auf den 4. September festgelegt.

Das Fluglärmforum Süd empfiehlt seinen Mitgliedern – den Städten und Gemeinden im Süden des Flughafens – den Mitwirkungsprozess zu nutzen. Gleiches gilt für die betroffene Bevölkerung im Süden des Flughafens. Eine Musterstellungnahme steht ab Montag, 20. August 2018, auch auf der Webseite des Fluglärmforums Süd (www.fluglaermforum.ch) zum Download bereit.

Das Fluglärmforum Süd empfiehlt den Gemeinden und der Bevölkerung in ihren Stellungnahmen zur Neuauflage des Konzeptteils folgende massgebliche Korrekturen einzufordern. Dies sind unter anderem: