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Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 11. Dezember 2003 1827. Postulat (Tatbeweis gegen Südanflüge durch Verzicht auf Instrumentenlandesystem [ILS] auf Piste 34)
Kantonsrat Martin Bäumle, Dübendorf, Kantonsrätin Barbara Hunziker
Wanner, Zürich, und Kantonsrat Thomas Weibel, Horgen, haben am
8. September 2003 folgendes Postulat eingereicht:
1. Der Regierungsrat wird eingeladen, sich im Sinne eines Tatbeweises
gegen neue Südanflüge mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln
für einen Rückzug der Einrichtung eines Instrumentenlandesystems
(ILS) auf Piste 34 einzusetzen.
2. Der Regierungsrat wird eingeladen, sich dafür einzusetzen, dass die
von den Einschränkungen betroffenen Flüge in den Sperrzeiten –
insbesondere die betroffenen Interkontinentalflüge – nach Möglichkeit
in Zeiten ohne Sperre zu verlegen.
3. Falls die Installation des geplanten ILS 34 Cat. I zur Aufrechterhaltung
der wenigen interkontinentalen Langstreckenflüge bis zur Einführung
eines gekröpften Nordanfluges unabdingbar wird, soll der Regierungsrat
mit einer juristisch verbindlichen Regelung sicherstellen, dass das
ILS 34 spätestens bei der Einsatzbereitschaft eines gleichwertigen
Nordanfluges der Cat. I (gekröpft, über deutsches Gebiet oder nach
einer alternativen Flugmethode) sofort ausser Betrieb gesetzt und
innert Jahresfrist wieder abgebaut wird.
Begründung:
Der Kantonsrat hat in den vergangenen Monaten mit der Überweisung
verschiedener Vorstösse der Flughafenpolitik eine neue und klare Richtung
gegeben: Plafond der Flugbewegungen bei maximal 320 000 pro
Jahr, eine Nachtruhe von 8 Stunden.
Ebenso hat sich der Kantonsrat vor Wochenfrist zwar sehr spät, aber
dafür klar für den gekröpften Nordanflug und damit gegen Südanflüge
ausgesprochen. Hierzu müssen nun seitens der Regierung rasch Tatbeweise
erfolgen, indem alles unternommen wird, dass kein ILS 34 installiert
wird und das Flugregime Status Quo (bis zum Jahr 2000) beibehalten
wird.
Gemäss Angaben des neuen Flugplanes sind innerhalb der deutschen
Sperrzeiten nur wenige Interkontinentalfluglandungen betroffen und der
grösste Teil der betroffenen Landungen betrifft innereuropäische Flüge.
Eine Einschränkung dieser innereuropäischen Flüge bis zur Inbetriebnahme
eines Nordwestregimes ist verantwortbar. Der volks- und betriebswirtschaftliche
Schaden einer solchen Einschränkung ist deutlich gerin-
KR-Nr. 263/2003