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Flughafen Zürich-Kloten
Provisorische Änderung des Betriebsreglements
Genehmigung
A. Sachverhalt
1. Am 23. April 2001 einigten sich die Verkehrsminister der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz auf Eckwerte für eine Regelung der Benützung des süddeutschen Luftraums für An- und Abflüge zum und vom Flughafen Zürich-Kloten. Einer dieser Eckwerte beinhaltet die Einführung einer erweiterten Nachtflugsperre über Süddeutschland an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen von 06 bis 09 Uhr und von 20 bis 22 Uhr. Der Staatsvertrag wurde am 19. September 2001 paraphiert und
am 18. Oktober 2001 von Vertretern beider Staaten unterzeichnet. Diese Wochenendregelung wurde in Art. 6 des Staatsvertrags ausformuliert. Gemäss Art. 16 wird der Staatsvertrag in diesem Punkt ab dem 27. Oktober 2002 vorläufig angewendet.

2. Mit Schreiben vom 15. Februar 2002 reichte die Flughafen Zürich AG (Unique) dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Gesuch um Genehmigung einer Änderung des Betriebsreglements ein. Demgemäss sollen in einer ersten Phase sämtliche Anflüge zwischen 06.00 und 09.08 Uhr und zwischen 20.00 und 22.00 Uhr auf die Piste 28
erfolgen, soweit es die meteorologischen Bedingungen zulassen. Andernfalls wird in Anwendung der im Staatsvertrag vorgesehenen Ausnahmeregelung weiterhin von Norden auf die Pisten 14 und 16 angeflogen.
In der zweiten Phase sollen die Landungen in der Zeit von 05.30 bis 09.08 Uhr auf den Pisten 28 und 34 erfolgen. Bis zur Zertifizierung eines Dual-Landing, welches koordinierte Anflüge auf beide Pisten gleichzeitig ermöglichen würde, wird praktisch nur auf Piste 34 gelandet. Am Abend von 20.00 bis 0.30 Uhr soll folgende Pistenrangordnung (absteigend) gelten: 28, 34, 14, 16.